Ein typisch fränkischer Drache?

2. September 2022 | Anzeige, Life

Was macht ein chinesischer Drache in Franken? Ist das nun typisch fränkisch? Auf jeden Fall typisch der Chinamode des Rokoko entsprechend.
Text: Charlyn Ruch Titelbild: Familie Hiller von Gaertringen/Foto: Alexander Matthes

Ganz dem damaligen „Trend“ verpflichtet ließ sich die kunstsinnige Markgräfin Wilhelmine von Brandenburg-Bayreuth den künstlichen Felsengarten Sanspareil anlegen. Darin befand sich ein hölzernes Gartenhäuschen, dass von einem Drachen aus Blech gekrönt wurde. 1830 brannte das Häuschen durch einen Blitzeinschlag ab, gerettet werden konnte aber der Drache. Er gelangte in die Sammlungen der Grafen von Giech. Ursprünglich hatte der Drache Flügel und könnte vermutlich als „Wetterfahne“ gedient haben.

Schlaglichter auf fränkische Geschichte

Das ist nur eines der vielen, manchmal auch kuriosen Objekte der Bayerischen Landesausstellung „Typisch Franken?“. Die Ausstellung nimmt die Besucher:innen mit auf eine Wanderung durch neun fränkische Regionen in verschiedensten Epochen.

Ob Flohfalle, Lügenstein, Lotterietrommel oder Fußballschuh – alles hat auf die eine oder andere Art mit Franken zu tun und ist mit den Menschen verbunden, die die verschiedenen fränkischen Gebiete geprägt haben.

Bild: Zeynel Dönmez
Bild: The adidas archive/Studio Waldeck
So trug diesen Adidas-Fußballschuh Max Morlock, Halbstürmer des 1. FC Nürnberg, beim Finale der Weltmeisterschaft 1954 in Bern. Die Schuhe mit auswechselbaren Schraubstollen gaben ihm besonderen Halt auf dem nassen Rasen. Mit seinem Anschlusstreffer zum 1:2 bereitete er den Weg zum Sieg der deutschen Mannschaft, dem so genannten „Wunder von Bern“.

In jeder Abteilung wird etwas „typisch Fränkisches“ genauer beleuchtet: Ist Franken ein Wein- oder Bierland? Gibt es DEN fränkischen Dialekt überhaupt? Und was hat die Coburger Bratwurst mit dem heiligen Mauritius zu tun? Finden Sie es heraus in der Bayerischen Landesausstellung.

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