Erfolgreich in die Fußstapfen

20. Oktober 2020 | Business

Jahrzehnte, oft sogar Jahrhunderte, war es eine gute Tradition, dass Familienbetriebe von einer Generation an die nächste übergeben wurden. Diese Nachfolgeregelung gilt heute kaum noch, allzu sehr haben sich im modernen Geschäftsleben die Strukturen verändert. Da ist es schon ein Glücksfall, wenn gleich zwei Söhne dieselben Interessen haben wie der Vater und ganz automatisch im fließenden Wechsel in dessen Fußstapfen schlüpfen können.
Text: Till Ochner
Bei Michael und Alexander Riess, den beiden jungen Agentur-Inhabern vom Fürther Creativ-Studio Riess, hat es jedenfalls bestens funktioniert mit der Nachfolge und Firmenübernahme. Vor neun Jahren bereits haben die beiden Brüder, heute 38 und 31 Jahre alt, die Agentur übernommen, die Vater Herbert 1994 gegründet hatte. „Natürlich war es auch für uns ein Sprung ins kalte Wasser, als unser Vater von heute auf morgen gesundheitlich kürzer treten musste und uns die Verantwortung übergab. Unser großes Glück war, dass wir schon von Kind an genau das machen wollten, was wir damals bei Papa beobachtet und erlebt hatten. Das imponierte und interessierte uns gleichermaßen“, erzählen die beiden. „Papa hatte einen soliden Grundstein gelegt, auf dem wir aufbauen und das Geschäft weiterentwickeln konnten. Der Kundenstamm war da. Und selbst heute noch dürfen wir etliche Altkunden betreuen, wie sie es seit 26 Jahren gewohnt sind.“
Herbert Riess gründete 1994 die Agentur.
Michael und Alexander vom Fürther Creativ-Studio Riess beim Fotoshooting.

Als wichtigste Voraussetzung beim problemlosen Übernehmen sehen die beiden ihre fundierte Ausbildung. Beide kommen also vom Fach, haben von klein an alle relevanten Bausteine des Druckwesens, der Gestaltung und der Werbung mitbekommen. „Papa hat uns sehr schnell zu Besprechungen beim Kunden mitgenommen. So konnten wir hautnah lernen, wie man mit viel Know-how und Zuverlässigkeit ein vertrauensvolles Verhältnis aufbaut. Noch heute profitieren wir von dieser produktiven Zusammenarbeit, die bestens funktioniert“, schildert Michael. Und er ergänzt: „Natürlich waren manche Auftraggeber skeptisch, wie das mit uns plötzlich klappen sollte. Bei einigen waren wir eben doch nur die Jungs vom alten Riess. Was etliche unsichere Kunden noch mehr verunsicherte, war unser breit aufgestelltes Wissen. Das war aber nun mal da und half uns, mit unserem Full Service den Betrieb weiterzuentwickeln.“

Wachsen aus den Anfängen

Zu dem alten Kundenstamm kamen immer mehr Neukunden. Kunden, die zu den Machern der jungen Agentur passen. Neben Großkonzernen, die etwa 20 Prozent der Kunden ausmachen, bildet der Mittelstand mit etwa der Hälfte aller Auftraggeber das Schwergewicht im Kundenstamm. Doch auch Start-Ups mit dem ganz kleinen Budget werden hier bestens bedient. „Natürlich kommen wir da auch gern entgegen. Später freuen wir uns dann auf ein gemeinsames Wachsen aus den Anfängen heraus“, erklärt Alexander Riess. Ob nun große Unternehmen oder der kleine Firmen-Neuling „jeder bekommt die gleiche Aufmerksamkeit und kann von dem kreativen Full Service profitieren. Dank der Zusammenarbeit mit rund 20 Freelancern, mit Fotografen, Werbetechnikern und anderen Praktikern kann das Creativ-Studio Riess schnell und zuverlässig arbeiten. Wie perfekt diese Arbeit der Fürther Agentur ist, beweisen die Auszeichnungen, die sie in den letzen Jahren gewonnen hat: der germanbrandaward2019 in den Kategorien Brand Communication – Print Campaign und Brand Design sowie zuvor vier Jahre in Folge den Deutschen Agenturpreis.

Bleibt euch treu

„Nachdem bei uns die Firmenübernahme so gut geklappt hat, möchten wir gern 
allen anderen Jungunternehmern, die in einer ähnlichen Situation sind, noch einige Tipps mit auf den Weg geben: Haltet persönlichen Kontakt zu euren Kunden, seid für sie da. Legt von Anfang an Planung und Ziele fest, bleibt dabei eurem Stil treu. Natürlich ist es leichter, wenn für den Start ein finanzieller Background 
sicher da ist, ein paar Jahre Geduld braucht`s aber immer, bis alles rund läuft. Und dann 
müssen letztlich alle Beteiligten einen gewissen Wandel respektieren, neues Vertrauen in die neue Generation aufbauen und pflegen“, so das Resümee der beiden 
erfolgreichen Jungunternehmer.

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