Glück und Emotionen

7. Juli 2021 | Business

Der heilige Christophorus gilt seit Jahrhunderten als Schutzpatron der Reisenden, als Helfer in der Not gegen Unwetter, Dürre und die Pest. Im Frühjahr 2020, als die Corona-Pandemie die Reisebranche traf, sollte Christoph Führer, Geschäftsführer von Leitner Reisen, vor seiner größten Herausforderung stehen, die er bis dato zu bewältigen hatte.
Der gebürtige Hamburger mit fränkischen Wurzeln, gelernter Außenhandelskaufmann und seit über 25 Jahren in der Touristik tätig, ist seit gut zwei Jahren in Allersberg und führt seine rund 80 Mitarbeiter*innen durch die herausfordernde Zeit. „Bedingt durch die Extremsituation sind wir in kürzester Zeit zu einem starken Team zusammengewachsen.“ erinnert sich der 55-jährige. „Damals, als es im März hoch her ging, haben wir all unsere Ressourcen eingesetzt und unsere Gäste sicher nach Deutschland zurückgeholt. Für unser Unternehmen war die Zeit durch die stetig neuen Aufgaben und Herausforderungen ziemlich nervenaufreibend, doch durch unsere jahrzehntelange Erfahrung und die Verbindung zu den Behörden in den Reiseländern am Ende zu realisieren. Handgeschriebene Dankesbriefe zu bekommen für deinen Einsatz, das lässt dich nicht ohne Stolz.“ berichtet er.

Und so stockt der Leitner die Servicezeiten auf, bezahlt innerhalb von vier Wochen das Geld der nicht angetretenen Reisen zurück und bringt alle Mitarbeiter*innen sicher durch das Krisenjahr. Das digitale Angebot wird erweitert, in neue Sanitärräume und das Parkleitsystem am Standort Allersberg investiert und aktuell vier Ladesäulen für Elektrofahrzeuge geplant. Auch das Erscheinungsbild wird umfassend modernisiert. Ein klares Bekenntnis zu Nachhaltigkeit, zur Digitalisierung und zur Region. „Das spannende in der Touristik ist das Ausprobieren, die stetige Anpassung an Veränderungen. Reisen ist ein soziales Erlebnis, das Kennenlernen von neuen Kulturen ist ein Urtrieb im Menschen. Die Nachfrage wird nie gesättigt sein bei uns in der Branche und wir verkaufen das schönste was es gibt: Emotionen und Glück“ strahlt Christoph Führer.

Christoph Führer, Geschäftsführer von Leitner Reisen
Bild: Leitner Reisen GmbH

Das Glück finden viele Reisende aktuell in Reisegebieten in Deutschland. Der Trend geht zum Aktivurlaub, zu geführten Rad- und Wanderreisen. „Die Menschen tun etwas für sich nach dem Lockdown und möchten aktiv die Natur erleben. Statt Flugzeug rückt der Bus in den Fokus, auch im Hinblick auf die Klimafreundlichkeit“ gibt Führer zu bedenken. Dauerbrenner ist aber natürlich wie jedes Jahr der Gardasee, mit all seiner Vielfalt lädt der größte See Italiens zur Erholung ein. Christoph Führer trifft man dort nicht im Sommer an, der eigene Urlaub ist erst einmal zurückgestellt. „Wir sind froh, dass wir alle gut zu tun haben. Wenn uns die Krise jetzt nicht umgebracht hat, was dann?“ lächelt er, der Namensvetter des Schutzpatrons der Reisenden.

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