Innovativ und Nachhaltig

3. März 2021 | Business

Der schnelle Imbiss, vor allem von den riesigen Fastfood-Ketten, sorgt allerorten für jede Menge Verpackungsmüll – allem voran die Einwegbecher, in denen besonders gern der Coffee-to-go ausgeschenkt wird. Das Umweltbundesamt hat unlängst berechnet, dass bei uns etwa 34 Becher pro Kopf und Jahr verbraucht werden, was zusammen die unglaubliche Menge von 2,8 Milliarden Wegwerfbechern in Deutschland ausmacht. Und wenn man bedenkt, dass die Bundesrepublik keinesfalls führend in dieser weltweiten Müllproduktion bei den Einwegbechern ist, lassen sich die Becher-Berge rund um den Globus kaum mehr erahnen.
Text: Till Ochner

Immer wieder beeindruckt von dieser gewaltigen Ressourcenverschwendung kam der Nürnberger Geschäftsmann Martin Gruber während seiner Reisen auf den Gedanken, eine Alternative zu den Einwegbechern zu entwickeln, die zum Schutz der Natur dient und die weltweite Verschwendung eindämmen kann. „Ein großes Problem ist die Verschwendung in unserer Gesellschaft. Die Welt hat in dieser Form wohl kaum eine Chance, langfristig und nachhaltig zu bestehen. Ressourcenschonung ist ein wichtiger Teil der Nachhaltigkeit und wird oft noch nicht ausreichend beachtet. Wir müssen die Nachhaltigkeit alltagstauglich machen“, überlegte Martin Gruber. Angetrieben von dem Wunsch, einen positiven Beitrag zum Schutz von Natur und Umwelt zu leisten, ist bei ihm der Gedanke gereift, konstruktiv etwas gegen Verschwendung zu unternehmen. Kerngedanke dabei war die Überzeugung, dass kein Mensch Verschwendung gut findet, sondern einfach ein passendes und alltagstaugliches Angebot fehlt.

Mut zur Veränderung

Obwohl die Entwicklung eines faltbaren Mehrwegbechers nicht zur eigenen Biografie passte, war der Entschluss bei Gruber zur Umsetzung schnell gefasst. Gemeinsam mit seiner Frau Susan, später auch mit Sohn Christian und einem engagierten Designer-Paar entwickelte das extra neu geschaffene Start-up „up2u“ innerhalb von rund drei Jahren einen Ressourcen schonenden Kaffeebecher, der sich platzsparend
zusammenfalten lässt und natürlich immer wieder und überall benutzt werden kann. Zusammenfaltbare Becher gab es zwar schon, dies waren aber meist Metallbecher, die aus mehreren Elementen bestanden und die sich teleskopartig wie ein Fernrohr zusammenschieben ließen. Nur besonders dicht und hygienisch waren diese Behältnisse nicht. Und völlig ungeeignet für Heißgetränke. Ganz anders der von Grubers neu entwickelte Becher „MuC“ wie er liebevoll genannt wird – My useful Cup. Zum einen besteht er aus Silikonkautschuk und ABS Hartkunststoff, da sich Naturrohstoffe wie geklebter Bambus oder Papier als ungeeignet erwiesen, zum anderen ist er langlebig, recyclebar, absolut hygienisch und spülmaschinenfest und ohnehin stylisch gestaltet. Der Clou: Durch eine clevere Drehbewegung lässt sich der elastische Becher auf ein Drittel seiner regulären Höhe zusammenpacken, intuitiv handhaben und praktisch verstauen.

Der zusammengepackte Becher lässt sich praktisch verstauen.
Bild: up2u

MuC – My useful Cup.
Bild: up2u

100 % Made in Germany

Im Gegensatz zu den meisten anderen Verpackungen und Trinkgefäßen auf dem Markt ist der „MuC“ nicht nur in Deutschland entwickelt und designed, er wird auch nachhaltig in der Region gefertigt. „Wir wollen Nachhaltigkeit alltagstauglich machen“, erklärt dazu das Ehepaar Gruber und ergänzt: „Als umweltbewusste Eltern blicken wir mit großer Sorge auf diese dramatisch voranschreitenden Umweltprobleme. Mit dem Glauben an eine grünere Zukunft, stellen wir uns bewusst einer Herausforderung: weniger Wegwerfprodukte, konkret im boomenden Coffee2go Bereich. Lösungsversuche gab es im Markt schon unzählige, doch wie die Abfalleimer dieser Welt beweisen, konnte kein Produkt den vielseitigen Anforderungen der mobilen Kaffee- und Teetrinker langfristig gerecht werden. Mit unserem chicen Becher, einsetzbar in allen Bereichen, konnten wir einen guten Schritt in die richtige Richtung machen.“

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